Die Kirche. In letzter Zeit gab es schon öffentlich genug Gründe, sich über die katholische Kirche zu echauffieren. Aber abgesehen von den öffentlich diskutierten Vorkommnissen ärgert mich auch so, was dort vor sich geht und wie scheuklappenbehaftet Würdenträger und Anhänger sind.
Ein gutes Beispiel ist wohl der gerade angekommene Brief als Reaktion auf den längst fälligen Austritt eines Atheisten. Ich hätte mich also einer schweren Verfehlung schuldig gemacht. Eine Verfehlung innerhalb eines Kirchenrechts, dem ich nach meinem Austritt schon garnicht mehr unterstehe und nach meinem Gefühl auch nie unterstanden habe. Eigentlich brennt es mir unter den Fingern, zu antworten. Aber das hätte wohl wenig Sinn. Ein Unternehmen, was auf diktatorische Strukturen setzt, in der die Schäfchen glauben, aber sicher nicht denken oder diskutieren sollen, wird auch nach der Vertragsauflösung wenig Interesse an Argumenten haben.
Man würde wohl, genauso wie es die Verfechter dieser Instition tun, die Werte anführen, die man christlich nennt und die es zu wahren gilt. Dem würde ich durchaus zustimmen. Aber gerade das ist ein weiterer Grund, die katholische Kirche zu verlassen. Jemand, der Verbrecher in den eigenen Reihen deckt, der eine Sonderrolle für sich beansprucht, der seine Güte vom Glauben oder der sexuellen Orientierung des Empfängers abhängig macht, der hat wohl seine angeblich eigenen Werte nicht verstanden oder betrügt sich vorsätzlich. Einmal abgesehen davon, dass ich wohl nicht als Christ durchgehe, wenn ich nicht an die Existenz eines Gottes glaube, bin ich überzeugt, dass ich deutlich christlicher handle, wenn ich einem Fremden in der Öffentlichkeit zur Hilfe komme, als es diese selbstherrliche Institution auf Irrwegen ist.
Und solange, wie man eine große Rolle in der Gesellschaft spielt oder spielen möchte und seine eigenen Regeln durchdrücken will, während die Einrichtungen zum größten Teil bis vollständig aus Steuergeldern finanziert werden, hat auch jeder das Recht, was er in einer Demokratie so oder so hätte, sich zum Thema Kirche kritisch zu äußern. Selbst wenn es ihr und ihren Anhängern nicht passt.
Man kann ja von Mursi und seiner noch nicht ganz klaren politischen Richtung halten was man will, aber sich in Teheran neben Ahmadinedschad zu setzen und erstmal Assad-Bashing zu betreiben, das hat was. Von der Offenheit könnte sich manch westlicher Politiker bzgl. China oder Russland ruhig eine Scheibe abschneiden.
5. August 2012 22:00
Liebe Südeuropäer: Bitte nehmt die Aussagen von Mitgliedern der FDP und CSU nicht allzu ernst. Das macht hier schließlich auch niemand.
28. Juli 2011 12:12
Die Erde hat sich einen Trojaner eingefangen. Möglicherweise schon vor 10.000 Jahren. Zum Glück späht dieser aber keine Daten aus.
28. Juli 2011 09:15
Wieso sind die halbwegs vernünftigen Republikaner eigentlich für Kompromisse auf die Tea-Party-Trottel angewiesen? Sind das so viele?
RT @dieternuhr
10. Juli 2011 14:23
Hieß der Slogan wirklich "Dritte Plätze sind was für Männer"? Eieiei.....
5. Juli 2011 19:10
Die Rache des Pharao: Bockshornklee aus Ägypten.
3. Mai 2011 00:56
Hier kreist ein Hubschrauber über den Häusern. In diesen Tagen macht man sich da so seine Gedanken. Osama kann es ja nicht mehr sein. :-)
18. April 2011 23:45
Sollte wirklich weiterhin ein Land von der EU gestützt werden, dessen Regierung gerade Schritt für Schritt die Demokratie abschafft? #Ungarn
Ich kann Herrn Sarkozy ja verstehen, dass ihm seine gemeinsame Vergangenheit mit Muammar al-Gaddafi unangenehm ist und ich bin auch froh über das Vorantreiben der Resolution 1973 zu Libyen und das schnelle Eingreifen Frankreichs, aber was soll nun dieses Gehabe? Wieso kann man ein internationales Bündnis nicht unter internationale Führung stellen? Als wenn Frankreich seine Truppen einem anderen Land unterordnen würde... Die anstehenden Wahlen rufen irgendwie das gleiche unangenehme Gefühl hervor, was man bei der derzeitigen schwarz-gelben Regierung in Deutschland bei deren außen- und innenpolitischen Entscheidungen hat. Nur das letztere sich damit bei ihren Wählern eher unbeliebter machen. Man kann nur hoffen, dass die Bevölkerungen sensibler auf wahltaktische Entscheidungen reagieren und diese abstrafen. Aber zum Glück passt nicht nur Sarkozy auf den Titel dieses Eintrags. Auch Putin musste sich gleich mal wieder einmischen, obwohl seine Aussagen wohl hauptsächlich durch die Propaganda Gaddafis belegt werden. Apropos Gaddafi, da ist doch gleich noch einer, der sich für größer hält, als er ist.